Schlaue Tipps fürs winterfitte Auto
Kaum kommen die ersten kalten Tage, werden flugs die dicken Rollkragenpullover, warmen Wintermäntel und gefütterten, trittfesten Stiefel aus dem Sommerverlies geholt. Schönheitsbewusste wiederum benutzen vermehrt reichhaltige Cremes, um die Haut vor der beißenden Kälte zu schützen. Doch was ist mit dem Auto? Das bleibt leider oft auf der Strecke. Anstatt ihr Vehikel rechtzeitig winterfit zu machen, werden viele Autofahrer vom ersten Schneefall überrascht und sind noch mit Sommerbereifung und ungenügendem Frostschutz unterwegs. Dabei kann es so einfach sein, problemlos durch den Winter zu kommen. Hierzu sind nur einige einfache Vorkehrungen rechtzeitig vor dem Winterbeginn notwendig.
Qualität der Reifen überaus wichtig
Verkehrsicherheit geht vor Eitelkeit – appellieren auch die Autofahrerclubs an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer. Denn auch wenn sich breite Sommerreifen mit Alufelgen an dem Auto besser machen als schmälere Winterreifen: Ab bereits einer Temperatur von 3 Grad über Null ist man mit einer entsprechenden Winterbereifung um einiges sicherer unterwegs. Nicht nur Schnee, Eis und Matsch machen den Sommerrädern zu schaffen – auch Laub, nasse Straßen durch Nebel und Regen stellen eine große Herausforderung für alle Sommerräder dar.
Bei den Winterreifen ist es vor allem auch wichtig, auf das Alter der Räder und das Profil zu achten. Bei der Qualität sollte man keinesfalls sparen. Ebenso sollten die Reifen nach spätestens 5 Jahren getauscht werden – auch wenn man relativ wenig damit gefahren ist. Der Gummi der Reifen wird nämlich mit zunehmendem Alter hart und der gewünschte Grip ist dann in Notsituationen nicht mehr vorhanden. Ebenso sollte man für ausreichend Luftdruck in den Reifen sorgen. Im Winter benötigt der Reifen für die richtige Bodenhaftung um ca. 0,2 bar mehr Luftdruck als im Sommer. Hierzu gibt es an nahezu allen Tankstellen im Land eigene Reifendruckmessgeräte und Luftpumpen.
Sicher auf den Straßen unterwegs mit Licht
Auch wenn Licht am Tag nicht überall in Europa Pflicht ist, so sollte man an trüben Tagen auch tagsüber sein Licht einschalten, um von entgegenkommenden Fahrzeugen besser gesehen zu werden. Ein regelmäßig absolvierter Rundgang ums Auto sorgt dafür, dass man kaputte Glühbirnen rechtzeitig entdeckt. Laufend mitgeführte Reserve-Glühbirnen im Kofferraum benötigen kaum Platz. Nicht außer Acht lassen sollte man auch das regelmäßige Reinigen der Scheinwerfer. Fährt man auf nasser und schmutziger Fahrbahn, so ist die Leuchtkraft aufgrund der Schmutzansammlung bereits nach einer halben Stunde Fahrt um fast die Hälfte minimiert.
Der Wintercheck für jedes Fahrzeug
Flüssigkeiten wie Kühlwasser und Bremsflüssigkeit sollte man regelmäßig kontrollieren lassen. Die Bremsen selbst müssen in einem tadellosen Zustand sein. Das Überprüfen der Batterie auf ihre Tauglichkeit in der kalten Jahreszeit kann ebenso so manchen Ärger verhindern. Das Scheibenwasser lässt sich zudem bequem selbst nachfüllen. Ab Herbst sollte man allerdings daran denken, Scheibenfrostschutz hinzu zu füllen, um ein Durchfrieren der Leitungen zu verhindern.
Um ein Anfrieren der Gummiteile an den Türeinstiegen zu verhindern, kann man sie mit Fettcremes (z.B. Hirschtalgcreme) oder gesondert angebotenen Türrahmen-Pflegestiften einfetten. Um die Gefahr des Anfrierens zu bannen, sollte man zudem sein Auto im Winter auch nur an jenen Tagen waschen, an denen keine Minusgrade herrschen.
Für Vielfahrer lohnt es sich, eine Garnitur Schneeketten im Kofferraum mitzunehmen. So kann auch bei starkem Schneefall und verschneiten Straßen die Fahrt fortgesetzt werden. Aufgrund neuer Modelle mit Ringtechnik ist das Schneekettenanlegen auch für zarter besaitete Individuen (z.B. Frauen) kein Auftrag mehr. Die Montage geht damit schnell – und ohne das Fahrzeug zu bewegen – vor sich.
Keineswegs in der winterlichen Autoausstattung fehlen sollte ein Eiskratzer, eventuell ein Scheibenenteiser-Spray, ein kleiner Besen zum Abkehren von Schnee, eine Abdeckmatte, um die Scheiben vor dem Zufrieren zu schützen, sowie ein Türschloss-Enteiser. Dieser sollte allerdings nicht im Auto aufbewahrt werden, denn sind die Türen erst einmal vereist, so kommt man bestimmt auch nicht an den Enteiser im Handschuhfach. Abschleppseil, Starthilfekabel und Starthilfespray gehören ebenso in einen gut sortierten Kofferraum. Sollte das Fahrzeug wirklich einmal aufgrund der Kälte streiken, so ist schon mal für die Startutensilien gesorgt.
Ist man selbst nicht so geschickt, so lohnt ein sogenannter „Wintercheck“ in den Fachwerkstätten. Hierbei werden sämtliche Kontrollen zu meist günstigen Preisen vorgenommen und man fährt wieder sicher durch den Winter. Nun ist das Auto fit für den Winter, ist es der Fahrer auch?